Roadtrip Namibia (Teil 3)

An Tag 3 unserer Reise erreichten wir Namibia.

 

Fish River Canyon
Der Fish River Canyon ist der grösste Canyon Afrikas und der zweitgrösste weltweit. Eindrücklich schlängelt sich der Fuss durch die öde Landschaft. Bei unserer Ankunft hat die Regenzeit Namibia und somit den Fluss noch nicht erreicht. Aber auch so, kann man sich vorstellen, wie gewaltig die Wassermassen wohl durch das Tal reissen. Die Umgebung besteht weit und weit aus Steinen und Geröll. Ein einziger Baum weckte unser Interesse und einige hatten Mitleid mit dem einsamen Baum.
Wir genossen den spektakulären Sonnenuntergang über dem Canyon. Als Überraschung gab es Spaghetti und Sangria mit frischen Früchten.

Die Campinguntergründe bestehen momentan aus Staub und Sand. Der Untergrund ist hart und beeinträchtigt dadurch die Schlafqualität.

Unterkunft: Hobas Campsite

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Namib Desert
Wir fahren weiter und die Landschaft bleibt stetig karg und trocken. Mal ein bisschen hügelig, mal kilometerweise Ebene. Wir sind heute bestimmt 8 Stunden gefahren und soweit das Auge reicht, kein Mensch und keine Häuser. Einfach nur Wüste und Steine. Sehr eindrücklich.

Die Wüste ist keineswegs ausgestorben, immer wieder sehen wir Zebras, Oryxantilopen, Vögel und Gazellen. Tagsüber kann es Namibia über 45 Grad werden, wogegen in der Nacht die Temperaturen zu 15 Grad (Dezember) sinken können.
In der Wüste dürfen alle die wollen unter freiem Sternenhimmel schlafen. Gefahren drohen so gut wie keine. Herdentiere wie Zebras würden uns bereits von Weitem riechen und deshalb erst gar nicht in unsere Nähe kommen. Für Steckmücken ist die Landschaft zu trocken, weshalb sie hier nicht überleben können. Mit Käfern, Fliegen oder Insekten muss man sich abfinden.
Unter freiem Sternenhimmel einzuschlafen ist einzigartig. Die frische und kühle Luft ein Segen im sonst so heissen Namibia. Wir hören in der Ferne Zebraherden vorbeiziehen und können Sternschnuppen beobachten.

Unterkunft: Namib Desert Camp

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Die Geschichte der Oryxantilope und dem deutschen Tourist

Unser lokale Reiseguide erzählte uns eine grausige Geschichte – bestimmt auch zur Abschreckung und zum stetigen Respekt gegenüber den wilden Tieren.
Alles von Anfang – die Oryxantilope lebt in sehr trockenen Gebieten, beispielsweise hier in der Wüste von Namibia. Sie besitzt riesige Hörner zu ihrer Verteidigung und braucht zum Überleben nur sehr wenig Wasser. Gemäss Myten der Einheimischen können Oryxantilopen 20 Jahre ohne Wasser überleben. Ein deutscher Tourist wagte sich zu nahe an eine Oryxantilope heran. Er wollte ein Foto machen. Die Antilope fühlte sich bedroht und stiess ihr Horn dem Tourist in den Oberschenkel und spiesste ihn wortwörtlich auf. Das Horn durchstiess seinen ganzen Oberkörper und ragte beim Hals wieder heraus. Der Tourist wäre noch auf der Unfallstelle gestorben, berichtete der Guide.

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Die Dünen Namibias

Tipp: Das Sesriem Campsite ist ein Camp irgendwo im Nirgendwo – aber mit einem Pool, einem kleinen Kiosk, wilden Gazellen und einer herrlichen Stille. Es liegt schon im Namib – Naukluft Park und ist die einzige Möglichkeit schon eine Stunde vor Sonnenaufgang Richtung Sossusvlei zu fahren. Falls jemand auf der Suche nach Internet ist, gibt es nach einem rund 10 minütigem Spaziergang eine Tankstelle, die zwei Computer gegen eine kleine Bezahlung zur Verfügung stellt.

Unterkunft: Sesriem Campsite

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Die Geschichte der „Buschmänner“

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Camp – auf einer kleinen Anhöhe mit Ausblick über die Wüstenlandschaft. Wir entschieden uns für den Bushmanwalk. Ein Einheimischer erklärte uns alles rund um die Wüste und chauffierte uns über seine mehrere Hektar grosse Wüstenlandschaft. Der Bushman erzählte, wie die Buschmänner früher überlebt haben, was ihre Jagdstrategien waren, wie die Wüste entstanden ist und welche Tiere in der Wüste überleben können.

Aktivität: Bushman Desert Walk

Am Abend beobachteten wir Zebras und Oryxantilopen, die zur Wasserstelle kamen. Wir konnten Sternschnuppen sehen und schliefen unter diesem wunderschönen sternenklaren Himmel ein.

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Dune 45 – eine der grössten Dünen der Welt

Morgens um 05:00 Uhr ging es los Richtung Dune 45. Nach rund einer halben Stunde stehen wir ganz oben auf der Kante der Dune 45 und warteten auf den Sonnenaufgang. War ganz schön kalt zum warten, aber dann zeigte sich diese wunderschöne Landschaft mit all ihren Wüstenfarben. In der Ferne sahen wir Zebras und Antilopen vorbeiziehen. Dieses Spektakel sollte man sich nicht entgehen lassen…

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Dead Vlei – das ausgestorbene Tal

Das spektakulär schöne Dead Vlei und das versteckte Hidden Vlei bieten atemberaubende Kontraste.

Aktivität: Sossusvlei Desert Walk – 30 US Dollar

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Swakopmund – die Stadt am Meer

Die ehemalige deutsche Kolonialstadt am kalten Atlantik. Swakopmund begeistert mit Abenteuer und Adrenalin. Skydiving, Sandboarding, Quad Biking und Wüstenerlebnisse mit einem 4×4 werden an jeder Ecke angeboten.
Untergebracht sind wir in einem Mehrbettzimmer und kurz vor Weihnachten wieder mit dem Internet verbunden. Also höchste Zeit den Liebsten zu Hause zu erzählen, was bisher passiert ist und frohe Weihnachten zu wünschen.

Unterkunft: Amanpuri Lodge

Aktivitäten:

  • Quad biking – ab 73 US Dollar
  • Reiten – ab 53 US Dollar
  • Sandboarding / Standing up ab 45 US Dollar / Lie Down ab 35 US Dollar
  • Fishing boat trip (full day incl, transfers, lunch, drinks & equipment) – ab 125 US Dollar
  • Kayaking 5 Std. – 70 US Dollar
  • Paragliding – ab 100 US Dollar
  • Heissluftballon 1 Std- ab 340 US Dollar

In Swakopmund erinnert noch vieles an die deutsche Herrschaft. Häuser erinnern mich, als würde ich durch eine deutsche Altstadt laufen und Strassen sind mit deutschen Namen beschriftet. Ausserdem gibt es noch immer viele deutsche Schulen und Kindergärten.

Zu dritt machten wir uns auf den Weg zum Strand, wir entschieden uns gegen Adrenalin und Abenteuer. Wir kauften Souvenirs und Geschenke für Secret Santa, welchen wir innerhalb der Reisegruppe feiern wollen.

Panik – Was war das?

Als wir auf dem Rückweg vom Strand noch in einem Supermarket etwas Essen kaufen wollten, geschah eine komische Situation.
Wir zu dritt, zwei Frauen, ein Mann laufen die Strasse entlang. Zwei Männer sitzen auf einer Anhöhe neben dem Bürgersteig. Als wir ihre Höhe passiert haben, springen die beiden Männer runter. Einer links, einer rechts an uns vorbei. Mein Herz raste. Was wollten sie? Wir liefen weiter, schauten zurück – nichts. Wollten Sie uns bestehlen? War es Zufall? Haben sie uns deutsch sprechen gehört, wollen sie uns nicht hier?
Wir gingen dann in den Supermarkt, auf der Suche nach einem Lunch. Im Supermarkt fühlte ich ebenfalls eine komische Stimmung herrschen. Oder war es nur mein Adrenalin? Ist da eine ganze Gruppe im Supermarkt am klauen?
Auf dem Nachhauseweg fühlten wir uns verfolgt und entschieden uns für die viel befahrene Hauptstrasse. Im Hostel angekommen und immer noch ziemlich durcheinander, erzählten wir von unserem Erlebnis.
Wir entschieden uns gegen Adrenalin und bekamen doch eine Portion ab.

 

Township von Swakopmund

In unserer G Adventures Tour war bereits eine Township Tour inklusive. Wir diskutierten lange in der Gruppe, ob eine solche Tour ethisch vertretbar ist.

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Wir wurden von lokalen Tourguides abgeholt und ins Township gebracht. „Bambo“ unser Guide erklärte uns alles rund ums Township. Hier in Swakopmund leben rund 6’000 Leute unter ärmlichsten Bedingungen. Ein kleiner Junge bat mich um meine Wasserflasche, welche ich ihm natürlich gerne gab. Wir durften ein Haus besuchen und konnten erfahren, wie ihre Sprache mit „Klicklauten“ funktioniert.

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Einige Dorfbewohner zeigten ihre traditionellen Tänze. Ausserdem durften alle die mutig genug waren, (sehr grosse) Maden essen oder es zumindest versuchen.

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Gemäss unserem Guide Bambo, baute die Regierung in Swakopmund der „Mittelschicht“ Häuser unterschiedlichster Art. (Keine Bilder vorhanden). Keines der Häuser war gleich. Die Leute der Mittelschicht durften die Häuser ohne Gegenleistung beziehen. Gemäss Bambos Angaben wollte die Regierung damit bezwecken, dass die Dorfbewohner gegenseitig neidisch wurden, so dass es ihnen gar nie in den Sinn kommen würde, einen höheren Lebensstandard anzustreben. Da die Probleme „untereinander“ zu gross sind und die Bewohner damit beschäftigt bleiben. Uns verschlägt es die Sprache…

 

 

 

Visa Informationen: https://www.gadventures.com/trips/cape-town-to-serengeti/2427/details/#visas

 

 

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