Bali, Indonesien

Pemuteran – den Ort den fast niemand kennt

Unser erstes Dorf, welches wir in Bali ansteuerten hiess Pemuteran.
Pemuteran ist ein Dorf im Nordwesten der indonesischen Insel Bali. Weitgehend von den Auswirkungen des Tourismus verschont, hat das Dorf bisher seinen ursprünglichen Charakter – wie einige andere Orte der Insel – erhalten.
Unser Homestay namens Kubuku Ecolodge finde ich sehr empfehlenswert. Die Gastgeber legen sehr viel Wert auf gesundes und nachhaltiges Essen. Im ganzen Restaurant gibt es keinen Plastik. Die Strohhalme bestehen aus Bambusröhrchen. Die Smoothies sind übrigens ohne Zucker und schmecken sehr lecker! Im Garten gibt es einen Swimmingpool und Liegen zum Entspannen.



Unterkunft: Kubuku Ecolodge and Resto

An der Hauptstrasse findet ihr ein Divecenter und weitere kleine Einkaufsmöglichkeiten für den alltäglichen Bedarf. In 3 – 4 Minuten erreicht ihr den Strand.
Im Dorf selbst ist es ruhig und angenehmen. Zum ersten Mal auf meiner Reise komme ich in Berührung mit dem Hinduismus.

Auf einer kleinen Insel in der Nähe von Pemuteran, etwa 45 Minuten mit dem Boot erreichbar, findet ihr wunderschöne Schnorchel und Tauchparadiese. Die Insel heisst „Pulau Menjangan“ und liegt nordwestlich von Pemuteran.


Gemäss unseren Recherchen sollte es ca. 2 Fahrstunden von Pemuteran wildlebende Delfine geben. Dieser Ort heisst Lovina. Im Internet wird aber auch gewarnt von völlig gestressten Delfinen, welche nur noch von all den tausenden Touristen entkommen wollen.

Geheimtipp: Also erkundeten wir uns, ob es in Pemuteran nicht auch Delfine gibt. Unsere Homestay Gastgeber organisierten uns einen lokalen Fischer, welchen wir gleich fragten, wie gross die Chance sei, dass wir Delfine sehen könnten. Er meinte die Chancen hier liegen bei ca. 60 – 80% – aber er betont auch, man müsse etwas Glück dabei haben.

Wir entschieden uns für die Tour am frühen Morgen und machten uns ca. um 04.00 Uhr Richtung Strand. Der Fischer holte uns mit einem sehr kleinen Bötchen ab und wir fuhren hinaus aufs Meer. Es war noch etwas kühl so früh am Morgen. Wir fuhren und fuhren. Weit und breit keine Delfine zu sehen, obwohl wir die ganze Zeit auf der Hut waren. Irgendwann ging die blutrote Sonne am Horizont auf. Wir genossen den Sonnenaufgang und machten uns auf Richtung Heimfahrt. Bereits ein bisschen enttäuscht keine Delfine gesehen zu haben – da sprang auch schon der erste aus dem Wasser. Wie aus dem Nichts!

Und dann das Highlight: Überall um unser Boot wimmelte es von Delfinen. Sie waren überall. Nicht einmal Kunststückchen wollten Sie uns vorenthalten und lieferten ihr komplettes Programm. Überglücklich und viel zu spät (da unser Bus bereits wartete) kehrten wir zum Homestay zurück. (Stand März 2015)



Auf dem Weg nach Sanur
Wir fuhren über die Nordküste mit einem Stop bei dem berühmten Wasser-Tempel. Leider hatten wir es ein bisschen eilig, da ab 12:00 Uhr diverse Paraden an unzähligen Orten beginnen. Denn morgen ist der Silence-Day in Bali. Weitere Infos findet ihr im nächsten Abschnitt.



Balinesian silence day – Nyepi
Nyepi ist der balinesische „Tag der Stille“, des Fastens und der Meditation. Er ist der höchste hinduistische Feiertag in Bali und ein allgemeiner Feiertag in ganz Indonesien. Nyepi wird nicht nur auf Bali gefeiert, sondern teilweise auch in anderen Teilen Indonesiens, in denen eine hinduistische Minderheit lebt, z.B. in Ost-Java oder West-Lombok.

Nyepi wird gefeiert am Tag nach Neumond während der Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühling. 2015 fiel Nyepi auf den 21. März. Nyepi bezeichnet den ersten Tag eines neuen Jahres nach dem traditionellen Balinesischen Mondphasen-Kalender Saka. Nyepi wird auch als „Balinesisches Neujahr“ bezeichnet.

Nyepi beginnt um 6 Uhr morgens, und dauert bis 6 Uhr morgens des folgenden Tages. In diesen 24 Stunden müssen folgende Regeln streng beachtet werden:
(keine Festivitäten): absolute Stille, Fasten, keine Vergnügungen jeglicher Art
(Reiseverbot): die Häuser dürfen nicht verlassen werden
(Arbeitsverbot): es darf nicht gearbeitet werden
(Feuerverbot): kein Feuer, kein Licht

Diese Regeln werden in Bali sehr strikt eingehalten. An Nyepi sendet keine Radio- oder Fernsehstation. Der Flughafen ist für sämtlichen Flugverkehr unterbrochen, es fährt kein einziges Fahrzeug auf den Straßen (Rettungsfahrzeuge ausgenommen). Es werden keine Fußgänger auf den Straßen oder an den Stränden geduldet. Eine große Stille liegt über der gesamten Insel, am Abend und in der Nacht ist es fast völlig dunkel. Auf den Straßen patrouillieren sogenannte Pecalang, in schwarz-weiß karierten Sarongs gekleidete Religionspolizisten, welche die Einhaltung der Regeln kontrollieren. Die Einhaltung der Regeln (zumindest des Ausgehverbots) wird auch von den Touristen erwartet.

Tieferer Sinn von Nyepi ist ein Neuanfang in möglichst großer Reinheit. Die geübte Selbstkontrolle soll zur spirituellen Reinheit führen. Eine andere Interpretation von Nyepi besagt, dass durch die Stille und Dunkelheit den vorbeiziehenden Dämonen und bösen Geistern vorgegaukelt werden soll, die Insel sei verlassen, so dass sie weiterziehen und die Menschen vor ihrem schlechten Einfluss bewahrt werden. (Stand März 2015)

Seminyak

In Seminyak erwarten euch einige der schönste Strände Balis. Seminyak gilt als der etwas noblere Teil Balis. Dies macht sich ebenfalls in den Hotelpreisen bemerkbar. Dieses Dorf bietet unzählige Boutiquen und Geschäfte an, zu nicht allzu günstigen Preisen. Ausserdem trifft ihr hier zahlreiche Restaurants und sogenannte Warungs (kleine Restaurants) an.

Empfehlenswertes Surfcamp: Kima Surfcamp Seminyak

Tipps in Seminyak / Drinks, Feiern oder einfach einen Sonnenuntergang geniessen:

  • Potato Head Beach Club – besorgt euch frühzeitig einen Tisch (sehr schnell ausgebucht)
  • La Favela – Essen & Club mit sehr schöner Atmosphäre!
  • Ku de Ta – auf einer Liege mit einem Cocktail in der Hand den Sonnenuntergang geniessen
  • An den Strandabschnitten wie Gado-Gado gibt es viele Bars mit farbigen Sitzsäcken und Schirmen am Strand – entspannen und den Sonnenuntergang geniessen

Empfehlenswerte Restaurants:

  • Shelter Café & Nalu Bowls $$ – gesundes und superleckeres Frühstück/Mittagessen
  • Café Organic $$ – ähnliches Konzept und ebenfalls sehr empfehlenswert! Frühstück/Mittagessen

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  • Warung Italia $ – Location solala aber das Essen wie in Italien :-)! Für alle, die dem Reis für einmal entkommen wollen
  • Earth Café $$ – vegetarisch & bio

Kuta – die Partymeile

Kuta liegt südlich von Seminyak. Sicherlich auffallend sind hier die jungen (und auch ältere) australischen Touristen, die so richtig auf die Pauke hauen. Ein Einheimischer sagte mir: „Stell dir Kuta etwa so für die Australier vor, wie Malle für die Deutschen.“

In Kuta gibt es zahlreiche Hostels und somit auch viele Backpacker. Während des Tages kann man in Kuta gut einkaufen gehen. An der Hauptstrasse reihen sich Shops aneinander und die Shopping Mall „Beachwalk“ kann ich auch empfehlen.

Kuta sowie auch Strandabschnitte in Seminyak eignen sich bestens für Surfanfänger. Der Meeresuntergrund ist ausschliesslich aus Sand und bietet für Anfänger die perfekten Bedingungen. Schwimmen ist übrigens wegen der starken Strömung meist verboten.

Geheimtipp: Januar bis September habt ihr am Kuta Beach (zur linken Hand vom Hard Rock Cafe) die Möglichkeit Babyschildkröten ins Meer zu entlassen. Es handelt sich um eine Nonprofit-Organisation. Die Spendengelderngehen an die Mitarbeitenden, welche zu den Schildkröten schauen und die Eier retten.

Checkt auf der Facebookseite, wann die nächste Freilassung stattfindet:  https://www.facebook.com/baliseaturtlesociety oder unter http://www.baliseaturtle.org

Die Hauptstrasse Jalan Pantai verwandelt sich nach der Dämmerung zur Partymeile.

Einige gute Party-Adressen:

  • Alleycats – DER „Vorbereitungsort“, die Getränke sind günstig
  • Engine Room – Getränkecoupon am Eingang verlangen
  • Eikon Bar & Club
  • Sky Garden – mehrere Floors & verschiedene Musikrichtungen


Ubud, der Erholungsort

Ubud, in der Mitte auf der Insel Bali gelegen, bietet einen richtigen Erholungsurlaub. In Mitten von Reisfeldern und im Dschungel gelegen, ist Ubud ein sehenswerter Augen- und Seelenschmaus. Nach Ubud kommen die meisten Leute für Entspannung, Yoga und um sich verwöhnen zu lassen.

Meine Lieblingstrassen in Ubud waren die Jalan Monkey Forest und Jalan Raya Ubud. Es gibt viele Restaurants, Spas, Touristeninformationen und einige Kleider- und Dekogeschäfte. Der Monkey Forest liegt am unteren Ende der Monkey Forest Strasse und ist in Gehweite.

Ubud ist wirklich so grün, wie es auf den Fotos ausschaut! Es war wunderschön durch die grüne Landschaft zu düsen und es so richtig auf sich wirken zu lassen.

Ubud ist nicht nur einen Tagesausflug wert, sondern bleibt dort einige Tage. Ihr werdet es nicht bereuen…

Aktivitäten:

  • Monkey Forest – aufgepasst vor den Äffchen!
  • Die Reisterassen Tegalalang ein bisschen ausserhalb von Ubud



  • Pura Tirta Empul – die heiligen Quellen besuchen. Tipp: Am besten bis 10:00 Uhr hinfahren, da noch nicht viele Touris & Einheimische vor Ort sind. Kosten: Eintritt 15k, Schliessfach 10k, Guide; Trinkgeld nach Ermessen



Unterkünfte: Ubud City Hotel

Ubud City Hotel
Unsere Unterkunft lag im Stadtzentrum und kann ich +/- weiterempfehlen.

The Evitel Resort Ubud
Das Hotel liegt direkt im Stadtzentrum, sehr modern und sauber, reichhaltiges Frühstücksbuffet, Rooftop-Pool und eine herrliche Aussicht auf die Reisfelder.

Villa Kemuning
Wird von einer sympatischen Familie geführt. Hier erlebst du den Frieden auf Erden! Ohne Auto oder Motorrad fast unmöglich zu erreichen.

Die Luxusvariante: Ki Ma Ya Retreat, eine Villa wie aus dem Bilderbuch (frühzeitig reservieren)

Empfehlenswerte Restaurants:

  • Maha Restaurant $$ – gemüthlicher Garten & himmlisches Essen
  • Three monkeys $$ – schönes Ambiente
  • Dapur Bunda $ – authentisches, indonesisches Essen / Tipp: Viele Speisen bestellen und teilen
  • Cinra $$ – internationale Küche, jeden Abend bis auf den letzten Platz gefüllt !
  • Ibu Rai $$ – internationale Gerichte, Gründerin mit einer bewegten Geschichte


Canggu – das Surfermekka

In Canggu wollte ich eigentlich nur eine Freundin besuchen, aufgrund meiner gesperrten Kreditkarte aber, verlängerte sich mein Aufenthalt in Canggu um einige weitere Tage.

Canggu ist eher ein ruhiges Örtchen mit Reisfeldern und guten Wellen, nördlich von Seminyak. Viele Leute kommen hierher um zu surfen.

Empfehlenswertes Surfcamp: Kima Surfcamp Canggu


Aber Canggu ist dann doch nicht so ausgestorben, wie es auf den ersten Blick aussieht.
Wann ihr wo sein müsst findet ihr nachfolgend:

  • Dienstag: Tacos ’n‘ tattoos im Deus – wer mag, kann sich gratis ein kleines Tattoo stechen lassen
  • Mittwoch: Old Man’s – Beer Pong, Musik und Drinks
  • Donnerstag: Ladies Night @ Deus
  • Freitag: Live Music @ Deus + Happy Hours 17 – 18.00 Uhr
  • Samstag: Pretty Poison Skate Party
  • Sonntag: Deus bis 02 Uhr geöffnet – danach gehts weiter zur Strandparty Sandy Bar am Echo Beach

Unterkunft: Matra Bali Surf Camp

Empfehlenswerte Restaurant:

  • Warung Bu Mi $ – indonesische Speisen, auch Take-Away
  • La Mexicana $$ – von Fajita über Nachos mit Guacamole
  • Betelnut Cafe $ – Bowls & gesundes Frühstück
  • Cafe Veda $$ – die Gerichte sind nur schon ein Augenschmaus
  • Roti Canai $ – indisches Konzept mit stylischer Einrichtung

    …Canggu hat so viele hübsche Cafés und Ecken, ich kann gar nicht alles aufzählen!



Weitere coole Aktivitäten auf Bali:

  • Die begehrte Single Fin Party bei Uluwatu – die besten Partys sind sonntags bis 02:00 Uhr und mittwochs bis 24:00 Uhr
  • Tempel von Tana Lot
  • Tampak Siring Water Temple
  • Vulkanwanderung auf den Gunung Batur – warme Kleidung mitnehmen, kann bis 10 Grad kühl werden!
  • Der Tempel im See: Pura Ulun Danu Beratan – Nördlich, in der Mitte der Insel



Wer einen Roller mietet soll aufpassen !!

WICHTIGER TIPP: Achtung vor der balinesischen Polizei! Vor der Fahrt sicherstellen, dass ihr euren Führerschein + internationaler Führerschein und die Rollerpapiere dabei habt sowie den Helm auf dem Kopf :-). Falls ihr dann von der Polizei angehalten werdet, so bleibt freundlich und weist eure Papiere vor. Mit Führerschein und den Rollerpapieren sollte eigentlich nichts passieren. Mein Trick: möglichst den ganzen indonesischen Wortschatz gebrauchen, den ihr auf Lager habt, dann lassen sie dich weiterfahren. Fehlt euch etwas, kann das zu einer teuren Angelegenheit werden.

Laut einheimischen Quellen sterben monatlich 14 Personen durch Rollerunfälle. Und da sind noch keine Autounfälle miteinberechnet und keine Verletzten :-(. Immer schön vorsichtig fahren…

Übrigens kostet ein Roller ca. 50’000 Rupiah pro Tag.


Transporte und Fährentickets – Kostenübersicht

Ubud – Seminyak mit Shuttle Bus | Kosten: 70’000 Rupiah

Padang-Padang – Gili Trawangan – Ubud mit Minibus und Fähre | Kosten: 500’000 Rupiah

Seminyak – Canggu mit Taxi | Kosten: 90’000 Rupiah

Visa für Indonesien

Schon mal vorweg, ich hätte beinahe graue Haare bekommen!

30 Tage Visa bei Ankunft: Bei der Ankunft in Indonesien bekommt ihr ein 30 Tagesvisum (kostenlos). Keine Verlängerung möglich.

30 Tage Visa mit Option auf Verlängerung (+ 30 Tage): Ihr zahlt bei der Ankunft 35 US Dollar in Bar, so müsst ihr dann 7 Tage vor Ablauf des ersten Visums, ein neues beantragen.

60 Tage Visa: Muss bereits im Heimatland beantragt werden. Man hat dann 3 Monate Zeit, um nach Indonesien einzureisen. (Diese Variante ist wesentlich gemütlicher, als die Verlängerung in Indonesien).

Falls ihr genauere Infos braucht, hinterlasst einen Kommentar. Ich werde euch gerne weiterhelfen.

Weitere aussergewöhnliche Tipps für Bali findet ihr hier: Bali Recommendations

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