Das Elendsviertel Jakartas, Indonesien

Eine ehemalige Schulkollegin von mir, hinterliess mir einige Wochen bevor wir in Jakarta angekommen sind, eine Nachricht. Sie sagte, ich solle mich melden, falls wir in Jakarta vorbeisehen würden.

Das tat ich dann auch. Zusammen mit meiner Freundin Katja verabredeten wir uns in der Nähe des Elendsviertels, in welchem sie arbeitet. Sie zeigte uns ihr Arbeitsumfeld. Sie erklärte und erzählte viel über Ihre Arbeit mit den „Strassenkindern“.

Meine ehemalige Schulkollegin Chantal arbeitete freiwillig für eine Organisation, die sich für „Strassenkinder“ einsetzt.

Unbenannt

Diese Kinder dürfen jederzeit in ein eingerichteter Raum für die Kinder in diesem Viertel gehen. Die ärmsten der armen Familien werden mittels Einkommen ermittelt. So weiss die Organisation welche Familien am meisten unterstützt werden müssen. Die Chancen stehen für diese Kinder besser, dass ihre Eltern sie nicht auf die Strasse bringen, um zu betteln. So können die Kinder in das Hilfscenter gehen, kriegen eine Zwischenmahlzeit, dürfen kreativ sein, lernen das Alphaphet, lernen einige Sätze Englisch. Oftmals kriegen die Kinder gespendete Alltagsgegenstände wie zum Beispiel Schuhe oder Dinge für die Schule. Meine Freundin erklärte, dass es diese Organisation nur gibt, weil ein vermögender Geschäftsmann diese Organisation grosszügig unterstützt.

Wir sehen Familien, leben zwischen Bahnschienen und Müll. Es stinkt und es ist laut. Eine Familie zeigte uns wie sie leben. Unter einem Blechdach, auf einer Matratze ca. 1.8m x 1.8m leben vier Familienmitglieder! Und die Matratze ist das einzige was im „Häuschen“ Platz hat – also sehr sehr eng und aufs wenigste beschränkt.
Meine Schulkollegin informierte uns vor dem Treffen, dass ein Teil des Viertels abgebrannt ist und die Leute nun auch noch ihr Zuhause verloren habe. Also gingen meine Freundin und ich in den nächsten Supermarkt und kauften so viele Lebensmittel ein, wie wir tragen konnten. Wir verteilten unser Essen an die Kinder und kauften dann nochmals die Hälfte des Ladens auf, um auch noch den Opfern des Brandes was geben zu können.
Die Leute strahlten und bedankten sich sehr herzlich. Eine Familie lud uns als Dankeschön in ihr Haus ein, sie gaben uns ein Wasser zum Trinken. Sie hatten nichts und doch gaben sie uns ihr womöglich letztes Wasser. Das ging mir unter die Haut!

 

 


  
  
  

Völlig ausgelaugt durch die vielen tragischen Geschichten, die schlechten hygienischen Bedingungen, hungernde Kinderaugen, niedergebrannte Häuser und viele weitere Schicksale gingen wir am Abend zurück in unser Hotel. Den ganzen Abend noch unterhielten meine Freundin und ich uns über den erlebten Tag.

Ein herzergreifendes E-Mail erhielten wir einige Wochen später von der Foundation:

Kinder Jakarta

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s