Kengtung, Myanmar

Von der thailändischen Grenze bis nach Kengtung dauerte es rund 3 Stunden. Die Busfahrt durch die Landschaft war wunderschön und sehr vielfältig.

Allgemeines über Kengtung

Kengtung liegt im Grenzgebiet zu Thailand, Laos und China am Naung Tong-See. Die Einflüsse der angrenzenden Ländern sind noch heute spürbar – sie haben die Menschen stärker geprägt, als die burmesische Kultur. Seit Langem ist die Grenzregion als „Goldenes Dreieck“ bekannt. Im goldenen Dreieck Südostasiens wird Mohn angebaut, aus welchem unteranderem Heroin gewonnen wird. Bis 1993 durfte kein Ausländer hierher reisen, doch inzwischen haben die Regierungstruppen das Gebiet im Griff und es kommt in der näheren Umgebung kaum noch zu Auseinandersetzungen mit den umliegenden Volksgruppen und Drogenproduzenten. Die Regierung hat grossflächige Waldstücke auf den Bergen und Hügeln gerodet, um die Umgebung kontrollieren zu können.

In der Umgebung leben 13 verschiedene Volksgruppen. Sie leben abgeschieden in den Bergen. Ausserdem sprechen sie meist ihre eigene Sprache und verstehen kein burmesisch. Sie pflegen weitgehend ihren traditionellen Lebensstil. Oft kauen die Erwachenen Tabakblätter und kriegen davon nachhaltig schwarze Lippen und schwarze Zähne. An diesen Anblick musste ich mich zuerst gewöhnen. 

Die kleine Stadt ist übrigens gut zu Fuss machbar.

   
 

In Kengtung erwartet euch ein angenehmes Klima. Die Nächte sind kühl und die Tage warm.

Trekking zu den Bergvölkern

Wir machten uns frühmorgens auf zu dem Bergvölkerungstrekk. Wir fuhren durch Reisfelder und schöne Landschaften. Der erste Stopp war bei einer Reisschnapsbrauerei im Dorf Shan. Naja, der Schnaps war ehrlich gesagt etwas gewöhnungsbedürftig :-). 

 

Durch die Gegend, die wir wanderten, hiess Pin Tauk. Wir besuchten die Dörfer Lahu, Akha und Ann. Beim Aufstieg begleiteten uns tausende Grillen, die klangen wie Motorsägen. Wir dachten zuerst, da fällt jemand den ganzen Wald. 

Oben angekommen begrüssten uns viele kleine Knirpse und eine wunderschöne Aussicht. Zum Mittagessen gab es Reis in Blättern, Hühnchen, Fisch und Mango. 

   
   

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Achtung: Eine Wanderung ist derzeit nur mit einem lizenzierten Führer erlaubt.

Kengtung und ihr Stromding

Uns wurde bereits bei der Ankunft gesagt, dass die Regierung den Strom jeweils um 22:00 Uhr abschaltet. Soweit alles gut. Am ersten Abend warteten wir gespannt auf die Dunkelheit, doch die Lichter gingen nicht aus. Es scheint also alleine an der Regierung zu liegen, wann sie den Strom abschalten und wann nicht.

Hotels besitzen meist einen Generator, um die wichtigsten Dinge am „Leben“ zu erhalten.

Am zweiten Abend gingen wir etwas „spät“ Abendessen. Um 20:00 Uhr wollten wir eine zweite Portion bestellen. Der Kellner vertröstete uns und meinte, dass die Küche bereits geschlossen sei. Um 20:00 Uhr? Herzlich Willkommen in Kengtung! Hier fängt eben das Lebens morgens um 05:00 Uhr an und endet abens um 22:00 Uhr. Wir machten uns also auf den Heimweg. Es war doch sehr komisch, wirklich gar kein Licht mehr zu sehen und mir wurde etwas mulmig im Bauch. Eine Freundin erzählte mir, dass hier vor 20 Jahren Leute vom Militär erschossen worden seien, wenn sie sich nach 22:00 Uhr noch auf der Strasse rumgetrieben haben. Ok, dann können wir jetzt nach Haue gehen, bitte?

Und sonst so?

In Kengtung kann man den lokalen Markt besuchen. Es wird alles Mögliche angeboten – und handeln nicht vergessen.

  

Der kleine See Naung Tong bietet eine romantische Sonnenuntergangsstimmung.

Auf einer kleinen Anhöhe findet ihr einen goldenen Buddha.

Unterkunft: Kyaing Tong Princess Hotel

Empfehlenswerte Restaurants/Essen:

  • Café 21 – hübsches, kleines Lokal mit guten Speisen und Getränken
  • Der lokale Markt – stürzt euch ins Getümmel und probiert eine Nudelsuppe (Shan khao swè)

Das Highlight war definitiv die Wanderung zu den Bergvölkern. Kengtung ist dem breiten Tourismus noch nicht bekannt. Während den drei Tagen habe ich auch keine anderen Touristen gesehen. Die Einheimischen sind sehr freundlich und interessiert. Wenn auch die Sprachbarriere ein Problem darstellt, so hilft oft ein Lächeln und dies bekamen wir so oft geschenkt und konnten es natürlich nur erwidern. Danke Kengtung für den wunderschönen Empfang in Myanmar.

Unsere Reise ging weiter zum Inle-See. 

Die komplette Reise fand mit G Adventures statt.

4 Antworten auf „Kengtung, Myanmar

    1. Ich hab nur die Myanmartour mit G Adventures gebucht. Ansonsten reise ich alleine durch Asien. Ich kann G Adventures gerne weiterempfehlen. Ich nutze G in etwas unsicheren Ländern oder ohne gute öffentliche Verkehrsmittel. Nomads Touren (in Afrika) kann ich ebenfalls weiterempfehlen.

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  1. hi sarah
    mich würde interessieren was deine Tipps zum Thema Sparen sind?
    Wie finanzierst du das ganze, wieviel hast du gespart in welcher Zeit und für wieviel Monate sollte man welchen Betrag einberechnen? Auf was hast du verzichtet und warst du sehr diszipliniert?
    Bist du in einer Festanstellung, hast du unbezahlten Urlaub genommen oder gekündet?

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    1. Hallöchen 🙂
      Meine Spartipps: kein Einkaufen mehr, weniger Feiern und Essen von Zuhause zur Arbeit mitnehmen.. Vor meiner Reise habe ich viele Sachen auf ricardo.ch und auf dem Flohmarkt verkauft. Während der Reise friere ich mein Handyabo ein.
      Ich finanziere meine Reisen mit meinem Ersparten. In Südostasien zb Thailand, Kambodscha usw. kommst du mit CHF 1’000.- pro Monat locker durch.
      Asien ist der günstigste Kontinent für Backpacker, also sicherlich ein guter Anfang :-).
      Wie schon oben erwähnt, habe ich aufs Einkaufen verzichtet & „alte Dinge“ verkauft.
      Mein letzter Job war temporär. Hoffe ich konnte dir alle Fragen beantworten, waren ja ganz schön viele auf einmal.
      Mahalo Sarah

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