Inle-Lake, Myanmar

Nach einem wackeligen und kuriosen Inlandflug mit Yangon Airways erreichten wir den Ort Nyaung Shwe am Inle-See. Und mal vorweg, diese Airline werde ich nie mehr freiwillig betreten!

Insgesamt gehören etwa 100’000 Bewohner zu der Inle-Ethnie. Sie leben heute als Fischer, Bauern und Handwerkern neben und auf dem See.

Allgemeines über den Inle-See

Der Inle-See ist eines der grössten Highlight Myanmars. Mit einer Länge von 22km und einer Breite von 11km, ist er der zweitgrösste See des Landes. Breite Schilfgürtel säumen den See und die schwimmenden Gärten sind heute weltweit bekannt. Seit 1985 stehen der See und das umliegende Feuchtgebiet unter Naturschutz. Zahlreiche Vogel- und Fischarten sind hier heimisch. 

  

Die Menschen, die um den See leben, nennen sich Intha – „die Menschen vom See“. 

Um in die Inle-See Region zu kommen, muss sich jeder Tourist ein „Inle Zone Ticket“ kaufen. Dieses wird auf der Strasse nach Nyaung-Shwe einkassiert und kostet pro Person 12’500 Kyats. Das Ticket müsst ihr umbedingt behalten bis zur Ausreise dieses Gebiets.

Die Einbein-Fischer

Die Fischer sind vorallem für ihre spezielle Rudertechnik berühmt: Auf den schmalen Booten balancierend, schlingen sie einen Fuss um das Ruder und bewegen es im Stehen. So bleiben die Hände zum Fischen frei.

   

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Die schwimmenden Gärten vom Inle-See

Die Bewohner fischen die Seealgen aus dem See, lassen sie trocknen und verwenden sie dann als schwimmende Gärten. Die schwimmenden Beete, werden im seichten Wasser, meist nur einige Meter tief, festgemacht und tragen reichlich Früchte, die mehrmals jährlich geerntet werden können. Sie bauen Kartoffeln, Auberchinen, Tomaten und viele weitere Gemüsearten auf den schwimmenden Gärten an.

In den schwimmenden Dörfer findet man unteranderem eine Seidenfabrik, burmesische Katzen und man kann selbstgedrehte Zigarren kaufen, welche dort von Hand produziert werden.

Tipp: Bestellt euch einen Tomatensalat. Die sind superlecker und direkt von den schwimmenden Gärten :-).

Aktivitäten rund um den Inle-See:

  • Ticket für die Inle-See Region – 12’500 Kyats pro Person
  • Einen Tagesausflug auf dem Boot zu den schwimmenden Dörfern kostet in der Nebensaison: 10’000 Kyats / in der Hauptsaison: 15’000 Kyats > die Touren starten am grossen Kanal in Nyaung-Shwe
  • Ein Fahrrad für 4’000 Kyats ausleihen (pro Tag)
  • Den Bücherladen im Dorfzentrum von Nyaung Shwe besuchen
  • Den Hügel hinauf zu den beiden Weingüter fahren (Achtung: der Wein schmeckt nicht besonders gut, die Aussicht aber hat sich gelohnt)
  • Die Phaung Daw Ooo Pagoda bestaunen und sich die Legende über die 4 Buddha und die eine Mönchsstatue erzählen lassen

  

Geheimtipp: Sich eine Massage bei Aqua Lilies gönnen (bei der Holzbrücke) in Nyaung-Shwe.

Empfehlenswerte Restaurants:

  • Golden Kite $$ – Pizzeria & lokale Speisen, sehr freundliches Personal und ein Küchenchef, der sehr stolz auf seine Pastamaschine aus Italien ist 🙂
  • Lotus Restaurant $ – Burmesische Speisen, sehr lecker
  • Des Weiteren gibt es unzählige lokale Restaurant zu sehr günstigen Preisen und meist sehr grossen Portionen 🙂

Unterkunft: Paradise Hotel

Die Unterkunft macht dem Namen durchaus alle Ehre. Nebst den schönen Zimmern, liegt direkt vor dem Balkon, ein schöner Garten mit exotischen Blumen. 

Unser Kulturschock

Eines Morgens nach dem Frühstück, wollten Amanda, Lily und ich uns zur Massage schleppen, da stoppen wir beim Eingang. Aufgeregte Mitarbeiter huschten über den Platz vor der Lobby. Was ist den hier los? 

Wir beobachteten das Geschehen aus einigen Sicherheitsmetern. Da haben sie doch tatsächlich eine Schlange gefunden! Ach du sch*****. 

Eine schwarze Schlange! Ist die etwa giftig? Wir schauten uns etwas hilflos an.

In unseren drei Köpfen dachten wir wohl, dass sie die Schlange nach draussen bringen werden. Anstelle aber…

Warfen sie die Schlange auf den Boden und schlugen sie mit Holzknüppel regelrecht kaputt. Vom Kopf bis zum Schwanz. Hallo zweiter Kulturschock in Myanmar! 

Nach erlebnisreichen Tagen am Inle-See ging unsere Reise weiter nach Bagan und niemand freute sich auf die bevorstehende, neunstündige Busfahrt :-).

Die komplette Reise fand mit G Adventures statt.

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