Yangon, Myanmar

Mit dem Nachtbus aus Mandalay, die Fahrt bequemer als erwartet, erreichten wir morgens um 6 Uhr die grösste Stadt des Landes. Als Erstes gönnten wir uns ein paar weitere Stunden Schlaf im Hotelzimmer. Freundlicherweise muss man in Myanmar nicht bis zur besagten Check-in Zeit warten, sondern darf, sobald das Zimmer gereinigt ist, es auch beziehen. Dieser Service kam uns an diesem Morgen SEHR gelegen :-).

Allgemeines über Yangon

Yangon hat über 5 Millionen Einwohner. Sie ist die grösste Stadt und das industrielle Zentrum des Landes. Bis zum Jahr 2005 war „Rangun“ die Hauptstadt des Landes; der Regierungssitz wurde dann allerdings nach Naypyidaw verlegt. Es ist eine riesen Metropole und sie ist keineswegs überschaubar. Auch hier können ganz viele Tempel, Pagoden und Klöster besucht werden.

Unser lieber Tourguide Pi führte uns einen halben Tag durch Yangon und zeigte uns die Stadt zu Fuss. Es war ganz schön spannend und dazu war es mit Pi auch immer sehr lustig. Keine Ahnung woher er immer die 24-Stunde-gute-Laune herzaubern konnte. Ok, dass war jetzt ein bisschen übertrieben – auch Pi brauchte mal eine Pause :-).

Burmesen kauen oft Tabakblätter. Das vermeintlich „rote Blut“ überall auf den Strassen ist kein echtes Blut, sondern die entstandene Spucke nach dem Kauen der Tabakblätter. Einige Reisenden fragten sich insgeheim, warum an einigen Orten Blut am Boden ist. Unser Tourguide klärte die Sache von selbst auf. Das Rumgespucke der Burmesen ist ausserdem nicht zu überhören ;-).

 


Das Highlight in Yangon – die weltberühmte Shwedagon-Pagode

Ein weiterer Höhepunkt unserer Myanmarreise war der Besuch der Shwedagon-Pagode. Als Symbol des Landes und als Pilgerstätte für Buddhisten aus aller Welt, wird einem spätestens jetzt der Wert und die Bedeutung dieser Pagode bewusst.

Goldglänzend und erhaben begrüsst sie die Pilger und Reisende. Mit Tonnen von Gold und Tausenden von Edelsteinen geschmückt, ein Ort der Ruhe, Besinnung und Meditation.

Die Ursprünge der Pagode liegen im Dunkeln. Einigen Legenden zufolge, sei die Pagode bereits 2’500 Jahre alt und noch vor dem Tod von Buddha erbaut worden. Andere Forscher datieren die Gründung auf das 6. bis 10. Jahrhundert.

Wir sind am späten Nachmittag hingefahren und konnten so die untergehende Sonne zwischen den Tempelspitzen sehen. Der Boden ist auch am Nachmittag immernoch heiss und wir hüpften barfuss allen möglichen Schattenplätzen hinterher. Nachdem Sonnenuntergang fuhren wir mit dem Taxi zurück in die Stadt und schlemmten Shan-Nudelsuppen.

Hier gelten übrigens strengere Kleiderregeln. Männer müssen lange Hosen oder einen langen Rock tragen. Ja richtig gehört, ein Rock – Burmesen tragen oft bodenlange Röcke. Dies ist üblich in Myanmar und gehört zur Alltagsmode.

Kosten: 8’000 Kyat pro Person – am besten mit dem Taxi herfahren


 

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Empfehlenswerte Restaurants:

  • 999 Shan Noodle Shop $ – kleines Lokal mit authentischer Küche, berühmt für die verschiedenen Shan-Nudeln
  • Monsoon $$ – superleckeres Essen aus verschiedenen asiatischen Ländern & westlich

Unterkunft: Panorama Hotel

Fazit über Myanmar

Ich durfte Myamar als wunderschönes und gastfreundliches Land kennenlernen. Die Landschaft im nördlichen Teil des Landes ist sehr sehenswert. Ich fühlte mich stets sicher und äusserst willkommen. Die Einheimischen waren meist sehr an uns interessiert. Sie schenkten mir hunderte von Lächeln, welche ich nur erwidern konnte – danke Myanmar!

Die Einheimischen aus Kengtung und vom Inle-See sind extrem gastfreundlich, aufmerksam und sehr sympathisch. Als wir bei den Tempelanlagen in Bagan angekommen sind, stürmten Jugendliche auf uns zu und wollten uns mit ihrer aufdringlichen Art Sachen verkaufen. In den Städten Mandalay und Yangon dominiert wie in andern Grossstädten auch, die Anonymität. Der Tourismus ist in den Grossstädten weiter fortgeschritten, als in den ländlichen Regionen, weshalb auch das Interesse an den Touristen ein wenig nachlässt. Wenn man aber den direkten Kontakt zu den Einheimischen sucht, wird man nicht enttäuscht werden. Über das Personal in den verschiedenen Hotels kann ich durchwegs nur lobende Worte finden.

Zusammengefasst fand ich die Orte Kengtung, Inle-See und Bagan sehr eindrücklich und sehenswert. Die Metropolen Mandalay und Yangon – naja, eben Grossstädte. Ich würde in Mandalay nicht länger als 2 Nächte bleiben und Yangon reicht auch nur 1 Nacht. Ich fühlte mich in diesen Städten eher verloren und ziehe definitiv das ländliche Myanmar vor…

Myanmar hat seit einigen Jahren ihre Tore geöffnet und empfängt ihre Touristen mit Herz und Seele. Mit 3.5 Mio. Touristen im Jahr (Zählung 2014) ist Myanmar eines der wenigen Ländern der Welt, indem der Tourismus erst so richtig aufkommt. Die perfekte Zeit also, Myanmar zu entdecken.

Der Norden Myanmars ist bis heute ein heisses Pflaster. Militär, Regierung und Drogenhändler sind noch immer in heftige Gefechte verwickelt. Deshalb wird dringlichst empfohlen sich über den aktuellsten Stand der Dinge zu informieren zb. über das auswärtige Departement.

Unser Flieger ging bereits morgens um 08.00 Uhr. Dass hiess, wir mussten wieder einmal sehr früh aus den Federn. Am Flughafen angekommen, brauchten wir erstmal einen Kaffee.

Unsere Reise ging in Bangkok zu Ende. Mit Muriel und Dave machte ich mich dann in ein Hostel auf und wir blieben noch zwei Tage in Bangkok.

Die komplette Reise fand mit G Adventures statt.

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