Nusa Lembongan, Indonesien

Nach 6 Wochen Bali wollte ich dann doch noch eine andere Insel sehen. Ich entschied mich für Nusa Lembongan.

Allgemeines über Nusa Lembongan

Die Insel liegt südöstlich von Bali und ist mit dem Schnellboot erreichbar. Rund 8km2 gross ist das kleine Paradise. Zur Inselgruppe gehören ausserdem die Inseln Nusa Cenignan und Nusa Penida.

Mit dem Schnellboot dauert die Fahrt nach Nusa Lembongan etwa 30 Minuten. Die Distanz zwischen Bali und Nusa Lembongan beträgt lediglich 12km.

Die Mentalität auf Nusa Lembongan ist ähnlich wie auf Bali. Der Hinduismus ist ein fester Bestandteil der Inselbewohner. Es gibt einen einzigen Geldautomaten am Hauptstrand, wo die Fähren verkehren. Es wurde mir geraten, genügend Bargeld nach Nusa Lembongan mitzubringen. Die Strassenverhältnisse auf Nusa L. sind grösstenteils in Ordnung. Auf Nusa Cenignan wird es schon um einiges holpriger und die Strassen sind übersäht mit tiefen Schlaglöchern. Nusa Penida hat anscheinend keine richtige Infrastruktur.

Auf Nusa Lembongan verkehren Sammeltaxis, Mopeds und Fahrräder.

Eine sehr nette Geste der Inselbewohner ist, dass die ankommenden Touristen und Backpacker einen gratis Shuttle zur Unterkunft nutzen können. Da fühlt man sich doch gleich willkommen :-).

Was ich an Nusa Lembongan zu meckern hatte, war dass ich mein Essen jeweils mit mindestens 2o Fliegen teilen musste. Dazu kommt, dass es zu dieser Jahreszeit eigentlich nicht mehr so viele Mücken geben sollte. Dem war leider nicht so. Zu begründen ist dies wahrscheinlich, weil der Regen bis heute anhält und die Mücken sich weiter vermehren können. Bereits über Tag (Dengue-Fieber Gefahr) wurde ich mehrmals gestochen und am Ende des Tages hatte ich mindestens 15 neue Mückenstiche.

Unterkunft: Jiva Bungalow

Die Unterkunft ist sehr einfach. Es gibt nur eine kalte Salzwasserdusche und mein Zimmer wurde sehr wahrscheinlich (nein ich weiss es) nicht gereinigt. Aber der grosse Pluspunkt dieser Unterkunft ist eine ganz süsse lokale Familie, die diese kleine Bungalowanlage betreibt. Das Frühstück ist einfach, aber mit viel Liebe zubereitet. Made, die Gastgeberin war stets um mein Wohl besorgt und war mir bei allen Anliegen behilflich.

Lieber verzichtete ich auf eine warme Dusche, als dass ich mein Geld in irgendein Resort steckte, dass niemals die lokale Bevölkerung, sondern nur einen auswärtigen Investor erreicht.

Aktivitäten auf Nusa Lembongan

Ich hatte mir so einiges für diese Woche vorgenommen. Aber manchmal kommt eben alles ein wenig anders! Ich wollte Schnorcheln gehen, ich wollte surfen, ich wollte nach Nusa Penida zu einem heiligen Ort der Balinesen. Aber dann machte mir das Wetterphänomen „El Niño“ einen heftigen Strich durch die Rechnung.

Es stürmte beinahe jede Nacht, gefolgt von Regentagen und einer stürmischen See. Auf Bali sah es zu dieser Zeit nicht besser aus.

Ein Moped pro Tag kriegt man ab 75’000 Rupiah und ein Fahrrad ab 30’000 Rupiah.

  • Um die Insel mit dem Moped/Fahrrad fahren
  • Mit dem Boot durch die Mangrovenwälder fahren – 100’000 Rupiah pro Boot
  • Am Dream Beach einen Cocktail schlürfen – wenn man im Restaurant etwas konsumiert, darf man den atemberaubenden Infinitypool benutzen

 

  • Über die gelbe Hängebrücke nach Nusa Ceningan düsen
  • Die Blue Lagoon Klippe bestaunen und wer mutig genug ist kann Klippenspringen
  • Schnorcheln / Tauchen bei Manta Point, Manta Bay und Cristal Bay – Schnorcheln ab 230’000 R / Tauchen ab 900’000 (je nach Anbieter und Dauer)

Geheimtipp: Den Sonnenuntergang bei Sunset Point anschauen – atemberaubend.

Weitere Strände: Sunset Beach, Mushroom Beach, Tamarind Beach und Song Lambung Beach

Die Surfspots: Ceningan Point (Nusa Ceningan), Playgrounds, Lacerations, Ship Wrecks


Gesellschaft meiner neuen balinesischen Freunden

In meinem Homestay in Seminyak hatte ich liebe neue balinesische Freunde gefunden. Sie schlossen sich meiner Reise an und nahmen spontan 2 Tage frei, um mit mir nach Nusa Lembongan zu reisen. Die Zeit mit ihnen war sehr lustig und wir amüsierten uns prächtig. Ausserdem ist es immer ganz schön mit Einheimischen unterwegs zu sein, so konnte ich vieles erfahren und sie übersetzten für mich immer brav in die englische Sprache. Das Wetter war gut und bereits nach diesen beiden Tagen hatten wir die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel gesehen. Als ich mich von ihnen verabschiedet habe, verabschiedete sich ebenfalls das gute Wetter…

Der schlimmste Tag auf Nusa Lembongan

Der frühe Vogel fängt den Wurm, wie man so schön sagt. Um 07:00 Uhr habe ich gemütlich mein Frühstück gemampft. Um 08:00 Uhr habe ich mich mit einem Typen auf den Weg zum Planet Nomadas Tauchshop gemacht. Als wir da waren, informierte uns ein Mitarbeiter, dass das Boot bereits losgefahren sei. Zu dieser Zeit verdunkelte sich bereits der Himmel.

Freundlicherweise aber hatten wir die Gelegenheit beim Haupthafen doch noch aufs Boot zu steigen. Da war der Himmel im Norden bereits von dunklen Wolken übersäht. Ich hatte bereits da ein schlechtes Gefühl, bin dann aber doch mit.

Die Fahrt bis an die Südküste von Nusa Lembongan war ganz ok, bis sich hinter uns ein Tornado bildete. Als ich den Tornado entdeckt habe, war es vorbei mit mir. ICH HATTE SOLCHE ANGST.

Der Captain aber fuhr weiter. Wir passierten eine starke Meeresströmung. Die Wellen kamen von allen Seiten und schwappten in unser Boot. Die Tauchlehrerin schrie, wir sollen uns alle in den hinteren Teil des Bootes auf den Boden setzen. So wie ich mich kenne, war ich wohl blass wie eine Wand…

Von dem Tornado war zum Glück nichts mehr zu sehen, jetzt kämpfte unser kleines Boot gegen die meterhohen Wellen. Wir waren alle klatschnass und ich zitterte vor Kälte.

Irgendwann erreichten wir die Manta Bay bei der Insel Nusa Penida. Das Meer hatte sich beruhigt, ich mich aber noch nicht. Die anderen Taucher und Schnorchler hüpften fröhlich ins Wasser. Mir war so kalt, dass ich unmöglich ins Wasser konnte. Ich blieb an Board und schaute dem Regen zu…

An diesem Tag wurden ausserdem keine Mantas gesichtet, also halb so schlimm, dass ich an Board geblieben bin. Der Captain und sein Gehilfe haben mich mit Pisang Goreng (frittierte Bananen) versorgt und drückten wohl damit ihr Mitleid gegenüber mir aus.

Ich liebe Abenteuer, aber das war eine Nummer zu viel :-).

Danach ging es weiter zur Cristal Bay und wie es der Name schon sagt, ist das Wasser dort glasklar. Es gibt wunderschöne Korallen und viele Fische.

Schlussendlich aber war ich nur noch froh wieder an Land zu sein und festen Boden unter meinen Füssen zu haben.

Generell kann ich den Tauchshop „Planet Nomadas“ aber gerne weiterempfehlen.

Empfehlenswerte Restaurants: 

  • Lemongrass $$ – asiatische & internationale Speisen, modernes Lokal
  • Bali Eco Deli $ – vegetarisch/vegan & bio mit einem super Recyclingprojekt (einziger Nachteil: schliesst um 19:00)
  • Warung Nyoman $ – im Norden der Insel, täglich frischer Fisch
  • Warung Bambu $ – auch im Norden, täglich frischer Fisch
  • Warung Tawe & Putu $ – asiatisch, aber sehr lange Wartezeiten


Ticketkosten nach Nusa Lembongan

Übrigens kostete mich ein Return-Ticket nach Nusa Lembongan 400’000 Rupiah mit Abholung in Seminyak, Fähre hin und zurück und Transfer zu meinem Bungalow und zurück zum Hafen.

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