Perhentian Islands, Malaysia

Während Ende des Ramadans zu reisen, stellte sich als sehr mühsam heraus. Unsere Fahrt von Cameron Highlands nach Kuala Besut an die Ostküste, sollte nicht länger als 5 Stunden dauern – wurde uns gesagt. In der Realität waren es über 7 Stunden, wenn nicht sogar 8. Auf dem Weg hatte es des öfteren Stau. Wir erreichten viel zu spät den Hafen und hatten Angst, dass die Fähre schon weg ist.

Die Fähre hat freundlicherweise auf unsere Mannschaft gewartet. Zur Insel dauerte es rund 45 Minuten. Wir fuhren an alle möglichen Strände, um Leute abzuladen. Sabina und ich hatten uns nur noch verzweifelt angeschaut und gedacht, wir werden nie mehr ankommen.

Während der Ramadan-Feierlichkeiten hatten viele lokale Restaurant geschlossen, sodass wir ausschliesslich indisch und chinesisch gegessen haben. Wir fühlten uns oft eher in Indien oder China, als in Malaysia.

Allgemeines über die Perhentian Islands

Perhentian Islands bestehen aus zwei Inseln. Die linke Insel namens Perhentian Kecil (die kleinere Insel) und Perhentian Besar, die Grössere der Beiden. Wir fuhren zum Long Beach. Hier gibt es einige Hostels und es zieht vorallem Backpacker aus aller Welt an.

Die Perhentian Besar Insel ist eher den luxuiösen Resorts gewidmet und eine Nacht kann schon mal über CHF 200 kosten.

Die beiden Insel sind von dichtem Urwald übersäht, welcher sich im Wasser in wunderschöne Korallen verwandelt und eine grosse Anzahl an Meeresbewohner finden hier ihr Zuhause.


Es verkehren Taxiboote rund um die Inseln. Die Fahrten sind nicht allzu teuer.

Im Innern der Inseln lauern grosse Warane. Ich weiss nicht, ob die uns was angetan hätten – unser Ausflug auf die andere Seite der Insel, war auf jedenfall innert Sekunden storniert worden :-).

Aktivitäten auf Perhentian Islands

Auf Perhentian dreht sich alles ums Tauchen. Touristen und Backpacker aus aller Welt kommen hierher, um die einzigartige Unterwasserwelt zu erforschen. Hochgelobt wird das bunte Treiben unter Wasser und wir waren gespannt auf unseren ersten Ausflug.

Zudem gehören die Perhentians zu den günstigsten Tauchmöglichkeiten auf dieser Welt.

Ein Tauchgang ist bereits ab 75 RM möglich – dies ist nicht ganz 20 CHF / 20 US Dollar oder 17 Euro.

Ebenfalls kann hier das PADI erworben werden. Eine mögliche Preisliste findet ihr untenstehend:

Wer nicht tauchen kann oder will, muss dennoch nicht zurückstecken. Auch Schnorchelausflüge bieten sehr schöne Spots an und man bekommt auch von der Wasseroberfläche viel zu Gesicht.

Schnorchelausflüge: Es gibt ganz viele Anbieter am Long Beach. Touren starten ab 40 RM. Empfehlenswert sind die Orte „Shark- und Turtlepoint“. Zur unbewohnten Rawa Insel gibt es ebenfalls Ausflüge für 60 RM. Ich habe die „Big Tour“ für 50 RM gebucht.


 

Mein Schnorchelerlebnis 🙂

Ja, ich liebe Geschichten. Und darum möchte ich euch mal wieder eine aus meinem Reisealltag erzählen:

Um 10:30 Uhr ging es mit dem Boot los. Als erstes fuhren wir zum Fishgarden – da gab es wie es der Name schon sagt, ganz viele bunte Fische. Auf meinem Boot war eine ägyptische- und malayische Stundentengruppe, und ich. Der Fahrer hat mit mir Freundschaft geschlossen und er meinte: „Wenn ich Haie sehen will, dann soll ich ihm beim nächsten Stopp einfach hinterher schwimmen“. Meine Begeisterung hat ihn – so glaube ich – sehr gerührt. Beim Hairevier angekommen, hüpften wir ins Wasser und ich versuchte mit dem Fahrer mitzuhalten. Ich realisierte erst im Wasser, dass ich eigentlich immernoch sehr Angst vor Haien habe, selbst wenn sie klein sind. Jetzt war es aber an der Zeit, diese Angst zu überwinden. Nach 5 Minuten sah ich den ersten Hai und er war nicht lange alleine. Sie zogen über den Korallen ihre Kreise. Ich war fasziniert! Ich habe schon so oft Dokumentarfilme über Haie geschaut, aber sie jetzt live zu sehen, ist nochmal etwas anderes. Sie sind so elegant und schwerelos, die Könige unter Wasser.

Dann kam der Moment, als unser Fahrer (gleich neben mir) irgendwas mit seinem Tshirt rumhantierte. Der hatte doch tatsächlich einen Fisch mit seinem Shirt gefangen! Und jetzt? Ich traute mienen Augen nicht…

Er halbierte den Fisch, Innereien kamen meinem Kopf näher. Ein wenig Blut im Wasser. Scheisse Blut! Blut plus Haie. Da überkam mich scho fast wieder die Angst. Aber der Fahrer meinte nur: „Schau gut zu“. Er warf den Fisch einige Meter von sich weg und da waren sie wieder innert Sekunden. Die Haie rasten durchs Wasser und kamen an die Oberfläche. Ich musste mich auf meine Atmung konzentrieren und schauen, dass ich meinen Schnorchel nicht verschlucke ;-). Und dann waren sie auch schon wieder verschwunden…



Nebst den Haien sahen wir Meeresschildkröten und er zeigte mir Babyhaie – unmittelbar am Strand.
Sehr aufregend mit diesem Fahrer, danke Mr. Lee für diesen Ausflug. 10 Punkte für dich!

Es waren übrigens Schwarzspitzenriffhaie. UND ganz wichtig, Haie werden sehr oft missverstanden. Wesentlich gefährlicher ist der Plastik überall in unseren Meeren. Oder aber auch Stechmücken, Schlangen oder Krokodile fordern viel mehr Todesopfer als Haie. Bitte lasst sie leben, unsere Ozeane brauchen sie!

Die Wasserqualität auf den Perhentians war sehr gut. Ich habe so gut wie keinen Abfall vorfinden können. Wir beobachteten zudem, dass ein Schiff jeden Tag den Abfall von der Insel wegtransportierte. Einziger Minuspunkt in diesem Fall war, dass die herumstehenden Müllsäcke vor sich hingestunken haben, bis endlich das Abfallboot angetuckert kam.

Die Strände bestehen aus Sand und das Wasser ist glasklar. Man kann bedenkenlos schwimmen, es gibt keine Steine oder Korallen. Dank dem seichten Wasser kann man problemlos immer wieder abstehen.

Unterkunft: Ohlala Divers

Die Unterkunft wurde uns von Marco, einem Schweizer der in Kuala Lumpur arbeitete, empfohlen.

Es war sehr einfach. SEHR EINFACH! Ich musste mir sagen lassen, dass Taucher eben nicht so viele Ansprüche haben. Vier Holzwände und lieblos ein Kajütenbett darinplatziert, dies war unsere Unterkunft. Toilettenpapier oder eine Toilettenspülung gab es nicht. 3 Mal tief durchatmen und einfach nicht allzu genau hinsehen. Wir mussten froh sein, denn wir kriegten das letzte freie Zimmer.

Die Party der Hausbar (bis 01:00 Uhr) drang durch jede Ritze und liess uns nach einem anstrengenden Schnorchel- oder Tauchtag nicht einschlafen. Dies war echt nervig. Einizger Auswegstipp der Mitarbeitenden: An der Party teilnehmen.




Was kann man sonst noch auf Perhentian unternehmen?

Die ehrliche Antwort ist – nicht sehr viel! Tagsüber scheint die Insel ein wenig ausgestorben. Gegen Nachmittag füllt sich die Insel wieder – die Taucher kommen zurück.

Jeden Abend gibt es am Long Beach ein Beachvolleyballspiel. Einheimische vs. Touristen :-). Es ist sozusagen das Abendsportprogramm. Jeder der möchte, darf teilnehmen.

Für die Partymäuse werden jeden Abend an der „Beach Bar“ Shishas und gemütliche Sitzgelegenheiten bereitgelegt. Die DJ’s spielen bis in die frühen Morgenstunden.

Beim Ohlala Divers gibt es Musik, Pizza und Burger bis 01:00 Uhr.

Weiter nach Kuala Terengganu

Nach 4 Tagen ging unsere Reise weiter der Ostküste entlang Richtung Süden. Vergeblich warteten wir auf unsere grosse Fähre zum Festland. Mit einem Schnellboot wurden wir nach Kuala Besut zurückgebracht.

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