Trincomalee, Sri Lanka

Nach einer sehr langen und nicht besonders angenehmen Busfahrt erreichte ich völlig erschöpft und durchgeschwitzt Trincomalee.

Am kleinen Busbahnhof war ich auf den Transport eines Tuk-Tuk angewiesen. Meine Unterkunft war ein ganzes Stück entfernt. Also ging ich zum erstbesten Fahrer, nannte ihm meine Unterkunft und verhandelte den Preis. Mein Gepäck wurde eingeladen, da hielt ein anderes Tuk-Tuk neben uns an. Der Fahrer des anderen Tuk-Tuks fragte mich wohin ich müsste. Ich gab ihm dieselbe Antwort wie dem ersten Fahrer. Ich fahre sie Miss, gab er mir zu verstehen. Hää? Warum, dachte ich mir. Ich erklärte dem Typen, dass ich bereits mit dem ersten Fahrer alles besprochen habe. Da begannen die beiden Einheimischen heftig zu diskutieren. Kann ich mich im Boden versenken? Dann wurde die Wortwahl ziemlich grob, obwohl ich natürlich kein Wort verstand. Der zweite Fahrer schnappte sich mein Rucksack und lug ihn in sein Tuk-Tuk. Ach du lieber Himmel…

Was war das? Konkurrenzkampf um die weisse Touristin? Ein Schutzengel? Hat irgendwer die Regeln nicht beachtet?

Ich fragte den Fahrer auf dem Weg, aber der murmelte nur irgendetwas komisches herum.

Ich werde die Wahrheit also nie erfahren, aber ich bin auf jedenfall wohlbehalten an meinem Zielort angekommen.

Angekommen in meiner Unterkunft- ein weiterer Schock. Die Unterkunft ist ziemlich heruntergekommen. Von dem Badezimmer will ich schon gar nicht sprechen. Da musste erst einmal ein Bier her, um den erlebten Tag zu verdauen. Ich hab mir Sri Lanka irgendwie etwas anders vorgestellt.


Allgemeines über Trincomalee

Trincomalee liegt im Nordosten Sri Lankas und wird mehrheitlich von Tamilen bewohnt. Einer der grössten natürlichen Tiefseehäfen der Welt ist hier zu finden. Heute aber hat er keine Bedeutung mehr. Trinco wurde ausserdem vom verheerenden Tsunami im Dezember 2004 stark verwüstet.



Unterkunft: Carmel’s Beach Resort

Wie schon oben erwähnt, traf mich beim Eintreten erst einmal der Schock. Von „Beach Resort“ ist hier keinenfalls die Rede (klar hab ich mir die Bilder im Internet angeschaut, aber auch die Bilder haben nicht der Realität entsprochen). Die Unterkunft ist sehr einfach, vergleichbar mit meiner Unterkunft auf den Perhentian Islands. Immerhin waren die Angestellten nett. Ich wollte erstmal den nächsten Morgen abwarten. Es gab keine Internetverbindung.

Das Essen in Sri Lanka

Für die Busfahrt kaufte ich mir kleine Brote und scharfe Gebäcke für 50 Rupie am Strassenstand. In Trincomalee kam ich dann erstmal in den Genuss eines Currys. Ich kann euch sagen, dass war die grösste Geschmacksexplosion, die ich in meinem Leben hatte. Die Gewürze im Curry sind unglaublich dominant und doch so verschieden im Geschmack. Zum Curry gab es verschiedenes Gemüse und gekochte Eier mit Pfeffer. Es ist scharf, aber das thailändische Curry war schärfer. Es gab verschiedene Schüsseln. Sobald ich eine Schüssel ausgegessen hatte, brachten sie mir eine Frischaufgefüllte. Ich konnte gar nicht alles essen, es war so viel Essen. Da hätte auch eine vierköpfige Familie satt werden können. Ich wurde richtig gut umsorgt :-).

Aktivitäten in Trincomalee:

  • Wale watching – 3000 Rupie
  • Dolphin watching – 2800 Rupie
  • Snorkelling Trip to Pigeon Island – 3000 Rupie
  • Hindutempel auf dem Hügel mit einer bewegten Vergangenheit
  • Sonnenaufgang über dem Meer um 06.00 Uhr anschauen



Delfine und Wale

Um 06.00 Uhr morgens ging es los. Delfine, Blau- und Pottwale will ich heute morgen sehen. Der Typ von der Unterkunft meinte: „Da der Wind heute vom Land aufs Wasser bläst, gibt es keine Wale“. Hmm, verstehe ich nicht.

Die Blau- und Pottwale sollten von März – April und von August – September vor der Ostküste anzutreffen sein. Leider hatte der Typ recht und wir hatten an diesem Tag keine Wale zu Gesicht bekommen.
Dafür gab es eine Unmenge an Delfinen. Gemäss unserem Bootsfahrer sollen manche Schulen bis zu 500 Tiere umfassen. Wow!

Es war ein echt schönes Erlebnis. Sie sprangen, sie drehten sich und sie hatten Babydelfine dabei.

In Sri Lanka hat man die Möglichkeit sowohl das grösste Tier den Blauwal, dass je auf unserem Planeten gelebt hat sowie auch das heute grösste Landtier, den Elefanten zu sehen. Ich finde dies ziemlich cool und war begeistert von dieser Aussage.



Von Trincomalee zurück nach Colombo

Mein Plan war es von Trincomalee die Küste in den Süden runterzureisen. Ich musste mir aber sagen lassen, dass dies leider nicht möglich ist. Obwohl eine Strasse der Küste nach eingezeichnet ist, ist die Gegend ab und an vom Urwald dominiert. Man müsste wieder ein Stück ins Inland fahren und von da den Süden ansteuern. Ohne Internet und Lonelyplanet musste ich mich auf die Aussage der Einheimischen verlassen.

An der kleinen Busstation wartete eine ungewöhnliche Überraschung auf mich. Drei Rehe streiften durch die Gegend und zeigten keinerlei Scheu vor den Menschen. Ich beobachtete sie durchs Busfenster, ehe sich der Bus in Bewegung nach Colombo setzte.

Kosten: Klimatisierter Nachtbus für 610 Rupie.

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